18.07.2011: Am Ende selbst ein König; Märkische Allgemeine Zeitung, Nachlese PDF Drucken E-Mail

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Der Berliner David Weimer gewinnt mit seiner Firma Pyro-Art den zehnten Wettbewerb

POTSDAM / BORNSTEDT - „Der König ist tot, lang lebe der König!" So betitelte David Weimer seine spektakuläre Show und eroberte am Ende selbst den Thron: Der 31-jährige Chef der Berliner Firma Pyro Art gewann die Jubiläumsausgabe der von der MAZ präsentierten Feuerwerkersinfonie. Dafür gab es zwei Flaschen Champagner. Weimer setzte sich gegen drei Konkurrenten durch, die wie Pyro-Art in den vergangenen Jahren in Potsdam bereits einmal gesiegt hatten. Fast schon traditionell „hauchdünn" habe die Jury entschieden, sagte Sinfonieorganisator Volker Schwarz.

Weimer und sein 18-köpfiges Team malten „eine Geschichte von großen Aufgaben, von Herausforderungen und Kampf, von tiefer Trauer und Neubeginn" ins samstägliche Nachtschwarz. Man habe nicht aktuelle Songs „zusammenstoppeln", sondern Inhalte transportieren wollen. Begleitet wurden die spektakulären Pyro-Effekte von Stücken des Star-Violinisten David Garrett. 174 Bilder zauberte Pyro-Art, Gewinner der Feuerwerkersinfonie 2005, von ebenso vielen verschiedenen Zündpunkten. Flammen, Kometen, Feuertöpfe und viele andere Effekte verschossen Weimer und sein Team. Ein Budget von 6500 Euro hatte der Volkspark jedem Team zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus nahm Weimer noch eigenes Geld in die Hand. Das in Potsdam gezeigte Feuerwerk hätte er Kunden für 30 000 Euro verkauft, sagt er. Das Publikum kürte Pyro-Art dafür am Samstag zum Tagessieger. Sebastian Hoferick von Pyro-Passion aus Borkwalde (Potsdam-Mittelmark) gewann dank so wunderbarer Ideen wie der „Fallschirmbomben" zu Nenas „99 Luftballons" am Freitag das Telefonvoting und wurde Gesamtzweiter.

Rund 26 000 Besucher strömten an den beiden Abenden in den Volkspark – so viele wie noch nie. „Wir sind sehr, sehr zufrieden", sagte Parksprecher Andreas Wandersleben. Im bisherigen Rekordjahr 2007 kamen 25 000 Gäste. Trotz der Massen blieb alles friedlich. Zu tun hatte allein der Kindersuchdienst.

Zur Jury gehörten wie in den Vorjahren auch MAZ-Leser. Bereits das fünfte Mal dabei war der Potsdamer Rudi Wiggert, der noch immer „Überraschungen" erwartete. Angetan zeigte sich Jury-Kollege René Thoms von der „hervorragenden" Veranstaltung und der professionellen Betreuung seitens des Schwarz-Teams. (Von Ricarda Nowak)

 
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Volkspark Potsdam